Unser Mann heisst Bruno- oder Marina trinkt Urin!
Ersteinmal Entschuldigung fuer unser diskontinuierliches Bloggen... Wir geben uns Muehe, in der naechsten Woche haufiger zu schreiben.
Wir muessen aber immer in die Bibliothek und die ist oefters mal verschlossen... Gerade ist sie zwar offen- sonst koennten wir kein Lebenszeichen von uns senden, aber ueber uns arbeiten Handwerker am Solarsystem... WIr hoffen, dass die Decke nicht zusammenbricht. VOr der Bibliothek lagen schon Gesteinsbrocken...

Ansonsten koennen wir heute ueber viele neue Erlebnisse berichten. Am Donnerstagabend waren wir ja mit Luseicelo im Embassy. Dort gab es wie auch schon die beiden anderen Male... Rindfleisch mit Sosse, Reis und MAAAAAAAAAAAAANGOLD… Wir sind langsamm schon gruen an der Nasenspitze vom ganzen Mangold… :) Aber es schmeckt ja :) Es gab auch noch sowas wie Ruehrei, Linsen und ndizi (Bananen- anderes Obst ist eher selten). Das Problem an der Sache war, dass wir nicht gehen durften, bevor alles aufgegessen wurde… Das endete bei Marina in Mikraene und bei Katharina in Magenkraempfen. Juhu!
Auf dem Heimweg fanden wir jedoch eine Schneiderin bzw. Designerin, die fuer sage und schreibe 7,50 Euro einem ein massgefaertigtes Kleid bastelt. Morgen soll es fertig sein. Wir sind gespannt.
Am Freitag war Peter endlich wieder im Krankenhaus anwesend. Katharina sah ihn jedoch nur eine Minute, bevor sie im OP verschwand. Nach einem erfolgreichen Kaiserschnitt versprach der gestrige Tag wieder ein schooner im Sinne der Geburtshilfe zu warden. Wir durften bei der Geburt den Dammschutz gewaehrleisten und die Plazenta herausluxieren. Naechste Woche klappt es vielleicht, dass wir allein der werdenden Mutter Hilfestellung geben.
Der ein oder andere Leser ist sicherlich ueber den Titel des heutigen Beitrages gestolpert. Bruno ist ein Mann (schaetzungsweise Ende 50) aus Lichtenstein, der sich sehr fuer die Weiterentwicklung des Lugala Hospitals einsetzt. So geht der Umbau der noch viel zu kleinen Maternaty auf seine Kappe. Ausserdem hilft er in der Umgebung Brunnen zu Bauen und so erhalten. Nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Fuer uns ist Bruno auf jeden Fall eine Ueberschrift wert!
Er brachte im Uebrigen zahlreiche Babymuetzen und –schuhe mit. Diese verteilten wir gestern an alle Neugeborenen auf der Geburtstation. Dies ermoeglichte uns zahlreiche schoene Fotos zu schiessen. Freut euch also auf den Afrikaabend, wenn wir wieder im Lande sind.
Wir wollen dies gleich als Aufruf nutzen, um euch zu animieren, selber die Stricknadel in die Hand zu nehmen, damit wir ebenfalls der ein oder anderen Mutter eine kleine Freude machen koennen. Also fragt Omas, Mamas oder lernt es doch einfach selber! :) Wir hoffen, ihr seid mit den ersten Exemplaren fertig, bis wir wieder zu Hause sind!
Der gestrige Tag ging noch sehr lange… Erst bei beginnender Dunkelheit, also gegen 18.30 verliessen wir die Klinik. Wir unterstuezten Peter in der Ambulanz. Der verkuendete uns, dass naechste Woche kaum Aerztepersonal anwesend sein wird… Montag kommt ausserdem noch ein weiterer Student aus Oesterreich.. Er verspricht eine spannende Woche zu werden!
Zum Abschluss noch das Highlight fuer Katharina am gestrigen Tages. Auf der Suche nach einer Patientin, sprach eine aeltere Dame Katharina an. Sie kamen ins Gespraech-sofern es ihr Swahiliwissensstand zuliess. Sie war die Omas des kleinen Babys auf ihrem Arm. Dieser kam am Donnerstag zur Welt. Leider hatte der kleine noch keinen Namen… Nichts leichter als das. Und so gab Katharina dem Neugeboren den Namen Konrad. Natuerlich gibt es davon auch Beweisfotos! :) Gluecklich und zufrieden- mit einem grossen Laecheln konnte man Katharina den Rest des Tages beobachten.
Heute am Samstag nahmen wir uns natuerlich vor auszuschlafen. Das misslang zwar gaenzlich. Aber nicht so schlimm, dachten wir, schliesslich wollten wir mit dem Rad und unserem Nachbarn Joshua die Umgebung erkunden… Der steckte jedoch den ganzen Tag im Meeting. Deshalb schwangen wir uns allein aufs Rad und fuhren wenigstens nach Malyni Essen einkaufen. Leider haben wir kein Wasser gefunden… Denn das grosse Problem: UNSER WASSER STINKT ERBAEHRMLICH!!! Es riecht nach fast allen Krankenhausgeruechen, die wir in den letzten Wochen genossen haben… Seit circa 7 Tagen konnten wir Bienen im Wasser finden. Mal 2, mal 5 in 10 Litern… Doch dann waren es auf einmal hunderte… Ein Bienenschwarm hatte sich im Wassertank verirrt… Ob es nun die Bienenkadaver sind, die den ueblichen Geruch verursachen oder doch noch etwas anderes, wissen wir nicht. Jedenfalls duschen (inkl. Haare) wir uns derzeit mit 4 Litern pro Waesche, denn das Wasserfass im Bad mit normalen Wasser neigt sich dem Ende…
Marina hat zudem dieses Wasser heute mit Teebeutelzusatz- als Tee selber kann man es nicht bezeichnen- zu sich genommen. Mit zugehaltener Nase. Katharina verzichtete freiwillig. In diesem Sinne denkt heute beim Grillen und einem Glaeschen Bier/Wein an uns und stosst auf uns an! Prost!