Sonntag, 19. August 2012
Kulinarisches Wochenende!
So ihr lieben, unser letztes Wochenende in Lugala ist fast vorbei.
Gestern hatten (oh Schreck!) kein Brot. Also gings zum Brunch nach Malyni! Und ratet mal was es gab… Wie sollte es anders sein Chipsi MAAAAAYAAAIIII !!! :) Aber keine Angst, dies wird nicht das afrikanische Gericht sein, was wir euch kochen werden, wenn wir wieder in der Heimat sind :)
Wir sattelten also gestern gegen Mittag die Pferde bzw. liefen zu Fuss in Richtung Malyni. Dr. Peter holte uns aber ein und hielt einen belehrenden Vortrag ueber die Sonneneinstrahlung und ueber abgefallene Nasen und Ohren nach uebermaessigem UV-Konsum in Afrika. Also liefen Manuel, Katharina und Marina brav zurueck ins Guesthouse um sich mit Sonnenmilch und Hut bewaffnet durch den Busch zu schlagen. Der liebe Peter zeigte uns naemlich einen Trampelpfad, der nur halb so lang war wie die Strecke, die wir bisher kannten. Marina stampfte also laut vor sich hin, um eventuell vorhandene Schlangen von sich fern zu halten. Vorbei am Riesen-Baumwollbaum, vielen Plantagen, Palmen und kleinen Lehmhaueschen kamen wir in Malyni am Fussballfeld an. Wir liefen einfach in den Ort hinein, bis wir schliesslich das ein oder andere Haus wiedererkannten und so zum Chipsi-Restaurant bzw zum Markt fanden.

Dort gab es zu unserer Freude Papayas und Melonen, die wir ohne grosse Ueberlegungen kauften. Leider war der Rucksack nun schon voll und wir mussten noch doch Wasser kaufen… Zum Glueck trafen wir Peters Frau, die uns gerne wieder mit nach Lugala nahm.
Am Abend trafen gestern Hannah und die Pharmazeutin aus der Schweiz in Lugala ein. Ihre Einkauefe bestaunten wir wie kleine Kinder an Weihnachten ihre Geschenke. Bananen ueber Bananen, Paprika, Mangos, Moehren, Nudeln und Marmelade! Die neue Woche kann also beginnen!
Derweilen haben wir bereits am Freitag von der Schneiderin cassava (Maniok) und Kochbananen geschenkt bekommen! Man sieht also, uns geht es gut, wenn das ein oder andere schwer zu bekommen ist. Irgendwie findet man sich in Afrika immer zurecht bzw. es ist immer jemand da, einem zu helfen und einem etwas gutes zu tun. So bekamen wir beispielsweise gestern Abend leckeres gebratenes Schweinefleisch mit Bananen vom Clinical Officer Elias. Lecker! Was anderes konnten wir dazu nicht sagen!
Am heutigen Tage werden wir uns aber selber bekochen. Wir haben ja gerade ordentlich Vorrat!
Heut morgen waren wir nun endlich zu einem Sonntagsgottesdienst. Wir wohnen schliesslich gegenueber der Kirche. 10 Uhr began der Gesang, der wirklich sehr sehr schoen ist! Zu unserem Leid verstanden wir groesstenteils NIX. Die Messe dauerte ueber zwei Stunden und die Lieder machten nur so ca. 10 Prozent aus… Nach der Kirche stellte man sich Maennlein und Weiblein getrennt voneinander vor der Kirche im Halbkreis auf. Nun wurden Bananen, Kokosnuesse, Kekse, Seife und andere Utensilien versteigert. Der Erloes soll der Kirche zu Gute kommen. Nach jeder Versteigerung gab man Laute von sich, ungefaehr so: “EIEIEIEIEIEIIEIEIIIIIIIIIII” :)
Leider ist es heute nicht so sonnig wie bei euch zu Hause. Wir haben beschlossen nun wirklich nicht staendig zu sagen, dass wir Sonnenstrahlen nach Hause senden. Wir wollen schliesslich endlich mal ein wenig braun werden! Peter hat uns schon ausgelacht, wie kaeseweiss wir fuer einen Monat Afrika noch sind… Aber die Antwort liegt auf der Hand- Es liegt an unserem Engagement. Wir arbeiten ja den ganzen Tag bis zur Dunkelheit :) Und etwas gutes hat es ja, uns fallen daher nicht Nase und Ohren ab!
In diesem Sinne passt auch ihr auf euch auf, wenn ihr schon all unsere Sonenstrahlen habt! Kwa heri!

PS: da das mit den Bildern endlich mal funktioniert anbei ein paar Fotos der letzten Wochen:
hier seht ihr den kleinen afrikanischen Konrad
wir mit Joshua, unserem Nachbarn, Vermieter, Freund und Helfer
bloss gut, dass es Gummistiefel gibt!