Nina jifunza swahili!
Auch wenn wir uns ein ruhiges Wochenende vorgenommen haben, ein wenig Action schadet keinem.
Marina durchstreifte mit dem Motorrad die Gegend- wenn auch mit 30 km\h und wurde deshalb von allen ueberholt... Aber dafuer konnte sie die wunderschoene Umgebung hinter Lugala sehen. Kleine Lehmhuetten mit Buchsbaumhecken, Sonnenuntergaenge und Buschland soweit das Auge reicht.
Katharina traf auf dem Weg zum Guesthouse Peter, der sich ueber eine Assistenz bei einem Blindarmdurchbruch freute... Also gesagt getan. Da es hier nicht immer klappt mit dem Strom begab man sich mit der Taschenlampe auf dem Weg zum Patienten und durchleuchtete die Krankenzimmer.
Zur Belohnung fuer das Hakenhalten am Samstagabend, darf man dann auch schonmal den Patienten zunaehnen. Und jeder Student freut sich doch ueber ein wenig Praxis zwischen der vielen Theorie.
Am Sonntag besuchten wir den kleinen Bado. Er ist der Sohn von Onesmo und Maria, welche so lecker Huehnerbeine zubereiten koennen. Maria bekam naemlich am spaeten Samstagabend ihr erstes Kind. Der kleine ist zwar etwas zu frueh (deshalb auch der Name, der so viel heisst wie"noch nicht, schon"), aber bei einer Hebamme als Mutti, kann ja nicht mehr viel schiefgehen.
Auf dem Weg zu Mutter und Kind sahen wir ersteinmal, was passieren kann, wenn man ohne Helm Motorrad faehrt.... Ein junger Mann gelangte blutueberstroemt in die Ambulanz mit einer riesigen klaffenden Wunde am Schaedel... Der ist bestimmt nicht wie Marina 30 gefahren...
vom heutigen Tag koennen wir euch nicht allzu viel berichten, da unser Swahili nicht wirklich weit reicht.... Es wird wohl das beste sein, wenn wir uns untereinander auch nur noch auf swahili unterhalten... Peter, der deutsche Arzt ist gerade auf Exkurs in der Aussenstelle des Krankenhauses- stunden von hier entfernt... Deshalb rutschen die Aerzte schnell in ihre Muttersprache ab und wir koennen unsere Ohren noch so spitzen...
Auch kamen wir heute mal wieder an unsere Verstaendnisgrenzen bezueglich der hier praktizierten Medizin. Natuerlich ist unser Wissen bei weitem noch nicht ausgereift, aber dennoch sehen wir oft grosse Unterschiede, die nicht immer sein muessten. Aber wir muessen einfach akzeptieren, dass wir von einer maximal praktizierten Medizin zu einem Minimum gelangt sind. Sicherlich leben die Menschen hier ruhiger, denn wie schon erwaehnt ist Pole, pole nicht umsonst der Leitsatz. Sie belaecheln unsere schnelle Gangart und brauchen fuer alles etwas laenger. Aber sie kommen damit klar. Und wenn man fuer einige Zeit in einem so fremden Land ist, kann man nicht die dortige Welt veraendern. Man muss sich damit arrangieren und das Beste drauss machen.
Man lernt auch seine eigene Heimat sehr zu schaetzen. Welch Glueck man damit hat, begreift man erst, wenn man die Welt hier gesehen hat.
Damit wir aber die Kultur und die Menschen hier ein wenig besser verstehen, werden wir so viel wie moeglich deren Sprache lernen und Kontakt zu den Einheimischen pflegen.
Drum sagen wir an dieser Stelle baadaye (bis spaeter).
marimarii am 06. August 12
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